• Billigflieger Ryanair rechnet mit Flügen für fünf Euro

    Expozdrowie

    Die Nachrichten Schweiz sind zurzeit bestimmt von Meldungen rund um die Corona-Pandemie, die weltweit veränderte Bedingungen schafft und viele Sachen einschränkt. Betroffen von der Pandemie ist ganz besonders die Flugbranche. Nachdem das Virus Anfang 2020 besonders in China das tägliche Leben einschränkt hatte, ist seit März auch Europa betroffen. Dadurch litten auch ein Großteil der Fluggesellschaften, die fast von einem auf den anderen Tag ihren Flugbetrieb deutlich umstellen musste. Zu Beginn der Pandemie waren Flüge aufgrund Einschränkungen zur Ein- und Ausreise eines Landes kaum möglich. Auf Flughäfen kam der Betrieb fast zum Erliegen. Während der Hochphase der Pandemie kamen eine Zeit lang 80 % der Flüge nicht zustande. Die Folgen der Pandemie auf die Airlines ist nun geprägt von einem Kampf um die Preise, in dem Ryanair sich nun für einen Schritt entschieden hat, der für viele der konkurrierenden Airlines schwerwiegende Folgen haben wird.

    Seitens Ryanair wurde prophezeit, dass das Preisniveau allgemein deutlich fallen würde, was mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begründen ist. In diesem Zuge kündigte Dara Brady, der bei Ryanair für das Marketing und die digitale Ebene zuständig ist, an, dass Kunden künftig Tickets für einen Preis von fünf Euro erwerben können. Die Gründe hierfür würden in dem starken Konkurrenzkampf liegen, die durch die Pandemie deutlich verschärft wurde. Nachdem die Preise für Flugtickets im Allgemeinen bereits vor der coronabedingten Krise gefallen sind, würde die Preissenkung nun rascher vonstattengehen.

    Darüber hinaus rechnet Brady weiterhin damit, dass einige der Airlines gegen die Folgen der Pandemie nicht ankämpfen können. Es sei wahrscheinlich, dass es nach der Pandemie einige Airlines nicht mehr geben würde. Besonders betroffen seien dabei vorwiegend die kleineren Fluggesellschaften, die möglicherweise bereits vor der Pandemie ihre Probleme hatten. Mittelfristig rechnet der Marketing-Chef des irischen Unternehmens damit, dass sich in Europa nur noch wenige Fluggesellschaften halten können. Seiner Einschätzung nach hätten neben Ryanair auch Lufthansa, Air France in Verbindung mit KLM und IAG gute Chancen, die Pandemie zu überstehen und auch langfristig Flüge anzubieten.

    Um das Infektionsrisiko zu minimieren und die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, entschieden sich einige der Airlines kürzlich dazu, den Mittelsitz nicht zu verkaufen und in der Folge im Flugzeug nicht zu übersetzten. Nach Einschätzungen des Ryanair-Managers ergäbe dies jedoch nur bedingt Sinn, da das Risiko einer Infektion nicht gesenkt werden könne. Bei Eurowings, der Tochterfirma von Lufthansa, bliebt das Preisniveau trotz Corona-Pandemie konstant. Der Chef von Eurowings, Jens Bischof, kündigte an, dass Kunden künftig mehr Optionen bei der Buchung haben, um auch kurzfristige Umbuchungen vornehmen zu können.

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